Missbrauch der Kaninchen

Kein anderes Tier wird so verschiedenfach "genutzt" wie das Kaninchen. Als Haustier, als Unterhaltung, als Labortier, für Fleisch ebenso wie für Pelz. Die Bandbreite ist lang. Wie kann das sein? Und ist es gut oder schlecht?

30 Millionen Kaninchen pro Jahr, werden allein in Deutschland für ihr Fleisch getötet. In den letzten 20 Jahren ist die Nachfrage enorm gestiegen.

Schlecht für die Kaninchen, denn bislang gab es keine Vorschriften die beachtet werden mussten und die meisten Kaninchen fristen ihr Dasein in engen Käfigen. Der Platz für ein bis zwei Kaninchen ist die Größe eines durchschnittlichen DIN-A4 Blattes. Am 14. März 2017 hat jedoch das Parlament für ein Verbot der Käfighaltung bei Kaninchen gestimmt. Die EU-Komission hat dem Recht gegeben und nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es keine Kaninchen mehr legal in Käfigen geben wird.

Und dennoch: Aktuell ist das Leid der Mastkaninchen unvorstellbar groß. Die Tiere haben keinen Platz sich zu bewegen, sie hocken aufeinander, um sie herum nur der Gestank nach Stress, Blut, Angst und Tod. Heu oder Frischfutter haben sie noch nie zu Gesicht bekommen, ebenso wenig wie Tageslicht. Täglich werden sie mit Medikamenten vollgepumpt. Ihre Pfoten sind wund und entzündet, durch das Sitzen auf schmerzenden Gitterböden. Artgenossen verstümmeln sich gegenseitig, die Wunden werden nicht versorgt. Die meisten Tiere weisen Verhaltensstörungen auf. Kaninchenbabys werden ihn Nest auf nacktem Metall geboren, entweder sie erfrieren, verhungern oder fallen durch das Gitter in die riesigen Berge aus Urin und Kot. 

Kranke Tiere oder jene die für die Industrie keinen Nutzen mehr haben, werden aus dem Käfig genommen, einmal gegen den Balken geschlagen und dann in den Müll geworfen. Tierschützer finden immer wieder lebende Kaninchen in den Containern, die auf ihren toten Artgenossen hocken.

Es geht den Kaninchen einfach schrecklich schlimm. Keineswegs ist es schlimmer Kaninchen als bspw. Rinder oder Schweine zu mästen, denn alle sind gleich viel Wert und haben alle ein Recht auf Leben, doch gerade bei den kleinen Tieren sieht niemand hin. Kaninchen die aus Mastanlagen gerettet wurden, begleitet dieses Trauma oft lebenslang. Aber man sieht kleine Erfolge, sie blühen auf, haben Spaß und Freude am Leben. Und dafür kämpfen wir. Das dieses Leid endlich ein Ende hat, das Kaninchen ihr Leben genießen dürfen, so wie wir auch. 

Bitte esst kein Kaninchenfleisch (Am besten gar kein Fleisch), und wenn ihr der Versuchung nicht widerstehen könnt, dann führt euch das Leben der Mastkaninchen noch einmal vor Augen, versetzt euch selber in ihre Situation, dann wird auch ein Apfel den Hunger stillen.